Philosophische Lebenskunst

Philosophie und Gestalttherapie, das ist eine Verbindung in der philospohische Lebenskunst Gestalt annimmt! Philosophie erlebbar und konkret machen ist unser Anliegen in diesen Seminaren. Das Angebot richtet sich an Interessierte mit und ohne Vorkenntnisse. Im Herbst 2010 bieten wir in der Melanchthon Akademie in Köln zwei Seminare zuArthur Schopenhauer an.

Arthur Schopenhauer:
Die eigene Erfahrung hat den Vorteil völliger Gewissheit.

Erfahrungen sind für Schopenhauer bezeichnenderweise der Ausgangspunkt philosophischen Denkens. Entsprechend beschäftigt er sich intensiv mit der eigenen Wahrnehmung und dem Erleben. In einer Epoche der Rationalität stellt er die Vernunft in Frage und sieht das Denken als durch die Gefühle und einen inneren Drang des Wollens bestimmt. Inwieweit Emotionalität und Geist sich bedingen oder widersprechen sind auch gut 100 Jahre später immer noch spannende Fragen. Ebenso wie Schopenhauer werden wir in diesem Seminar von der eigenen Erfahrung ausgehend methaphysichen Fragen des Lebens nachgehen. Schopenhauer sah den Willen als Mittelpunkt allen Lebens, „die Welt als Wille und Vorstellung“ formulierte er plakativ. Aussagen, die zur persönlichen Reflexion einladen: Welcher Wille steht hinter meinen persönlichen Entscheidungen? Auf welche Art und Weise zeigt sich mein Wollen und wie gehe ich damit um?

Wir werden auf Texte des Philosophen zum Thema Wille und Erleben, sowie auf biographische und zeitgeschichtliche Hintergrundinformationen zurückgreifen. Das Lesen und Diskutieren in der Gruppe und die fachkundige Begleitung werden die Gedanken Schopenhauers verstehbar und begreifbar machen. Philosophische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Der Samstag läd zum ganzheitlichen philospophieren ein, ein Wechsel zwischen Introspektion und Austausch, Input und der Entwicklung eigener philosophischen Fragen, sowie dem Bezug zum eigenen Leben. Ganz im Sinne Schopenhauers wird die Auseinandersetzung mit der eigenen Wahrnehmung und Erfahrung einen besonderen Stellenwert einnehmen. Es wird Raum geben sich in sehr persönlicher Art und Weise mit den philosophischen Fragestellungen auseinanderzusetzen.

  • Samstag, den 30.10.2010
    von 10.00-13.30 und 14.30-18Uhr
  • Melanchthon Akademie in Köln

Arthur Schopenhauer:
Ein guter Vorrat an Resignation ist überaus wichtig als Wegzehrung für die Lebensreise.

Schopenhauer ist durch und durch Pessimist und gilt gar als Leidensphilosoph. Unsere Welt ist für ihn die schlechteste aller möglichen Welten. Keine Befriedigung und keine Lust legitimieren für ihn die Leiden unseres Lebens. Resignation erscheint in solchen Gedankengängen als logische Folge oder wie eine Befreiung von leidvollen Ent-täuschungen. Asketische Gleichgültigkeit ist für Schopenhauer somit der Weg der Erlösung, er empfiehlt eine resignative Haltung als Ausweg.

In einer Zeit, in der Glück als Massenprodukt kaufbar erscheint, laden Schopenhauers Texte ein zum Nachdenken über Wünsche, Erwartungen und Askese. Fragen der persönlichen Lebenseinstellung sind aufs engste mit der Philosophie Schopenhausers verknüpft: Welche Wünsche treiben mich bewußt oder unterschwellig an? Welche Glücksvorstellung begleitet mein Leben? Wie gehe ich mit Frustrationen um?

Wir erforschen Schopenhauers pessimistisches Denken und seine Lebenskunst anhand von Auszügen aus seinen Schriften und seinem biographischen Hintergrund. Das Lesen und Diskutieren in der Gruppe und die fachkundige Begleitung werden die Gedanken Schopenhauers verstehbar und begreifbar machen. Philosophische Vorkenntnisse sind dazu nicht erforderlich. In diesem Seminar wird es parallel dazu immer um einen persönlichen Bezug gehen, also um die Wegzehrung für die individuelle Lebensreise. Es wird Zeit und Raum geben sich in sehr persönlicher Art und Weise mit den philosophischen Fragestellungen auseinanderzusetzen und zu prüfen, was von Schopenhauers Lebenskunst für mich unterstützend sein könnte. 

  • Samstag, den 20.11.2010
    von 10.00-13.30 und 14.30-18Uhr
  • Melanchthon Akademie in Köln 

 

Seminarleitung jeweils:

  • Nancy Hölterhof, Dipl. Soz-Päd., Gestalttherapeutin (DVG) und

  • Tobias Hölterhof, M.A. Philosophie